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Beiträge der Kategorie 'Allgemein'


PECOJON-Panel beim Global Media Forum

PECOJON Deutschland veranstaltete am 21. Juni 2011 ein Panel beim Global Media Forum in Bonn:

Can investigative journalism pose a threat to human rights?

Conflict sensitive journalism focuses on human rights, conflict analysis, longer time perspective on conflicts and on peaceful solutions.

The idea behind this still new branch of journalism is to measure the quality of reporting and editing by the dimension it dedicates to the rights of people involved in conflicts and whether all – or at least a large number – of affected groups are given the opportunity to express their concerns and wills. GMFBy nature, this approach has an investigative component. But it can’t be put on a level with investigative journalism in the sense of a critical, conflict searching approach. Even if peace journalism is not the same as investigative journalism, there are interfaces between them – but aren’t there also contradictions? Doesn’t investigative journalism have to simplify and reduce conflicts down to a few statements and conflict parties? Doesn’t it need to paint a black and white picture with good guys and bad guys? Is there time anyway to investigate in the middle of a conflict? mehr auf den Seiten des Global Media Forums

Shoot

Veranstaltungsreihe zur Ikonografie des Nahostkonflikts

24. September – 19. Oktober 2010
Kult 41, Hochstadenring 41, Bonn

Der Nahostkonflikt ist einer der am lĂ€ngsten schwelenden politischen Konflikte des 20. und 21. Jahrhunderts und als solcher regelmĂ€ĂŸig Gegenstand der Berichterstattung in den deutschen Massenmedien. In der Darstellung des Konflikts in den Medien spielen Bilder eine zentrale Rolle und prĂ€gen ganz entscheidend unsere Wahrnehmung ĂŒber den Konflikt. Eine immer wiederkehrende Ikonographie ist dabei kennzeichnend fĂŒr diese Berichterstattung. Dabei wird oft vergessen, dass die MedienrealitĂ€t eine eigene Wirklichkeitskonstruktion darstellt, die nicht als Abbild des realen Konflikts gesehen werden kann.

Vor Ort produzieren Fotojournalisten Tag fĂŒr Tag Bilder ĂŒber den Konflikt, welche die Grundlage fĂŒr die Bildberichterstattung der Massenmedien stellen. Bevor die Fotografien als Pressebilder erscheinen, gehen sie jedoch meist durch einen langen Selektionsprozess angefangen vom Fotografen ĂŒber die (Bild-) Agenturen und die Bildredaktionen bis in die Chefredaktionen. Dieser Prozess ist durch eine hohe SelektivitĂ€t gekennzeichnet und von den unterschiedlichsten Faktoren geprĂ€gt, welche das veröffentlichte Produkt nachher beeinflussen und in einen Kontext stellen. Bilder ĂŒber den Konflikt sind jedoch nicht nur in den Printmedien zu finden, auch Film und Fernsehen widmen sich immer wieder diesem Thema.

Das Projekt „Shoot“ besteht aus einer Ausstellung und einer Veranstaltungsreihe und stellt sich der Auseinandersetzung mit dieser MedienrealitĂ€t und dem „Bild“ was die Berichterstattung ĂŒber den Konflikt erzeugt. Die Ausstellung zeigt drei Arbeiten des Bonner KĂŒnstlers Felix Koltermann, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der bildnerischen Darstellung des Konflikts in den Massenmedien sowie fotojournalistischer Bildproduktion auseinandersetzen. In drei VortrĂ€gen wird das Image des Konflikts im Film thematisiert, die Bildberichterstattung deutscher Medien ĂŒber den Konflikt anhand des Gaza-Krieges analysiert und die Schwierigkeiten fotojournalistischer Arbeit ĂŒber den Konflikt diskutiert.

Flyer mit allen Terminen zum Download 

Termine und Veranstaltungen:

Freitag 24. September 2010, 19 Uhr
Vernissage mit EinfĂŒhrungsvortrag; dazu frischer Minztee und Snacks

Dienstag, 28. September 2010, 19 Uhr
Das Image des israelisch-palÀstinensischen Konflikts im Film: Vortrag von Irit Neidhart (mec film/Berlin)

Dienstag, 5. Oktober 2010, 19 Uhr
Der Gaza-Krieg im Bild: Ein Vortrag von Felix Koltermann (PECOJON/UniversitĂ€t Erfurt) ĂŒber die Wirklichkeitskonstruktion des Gaza-Krieges in den deutschen Printmedien

Dienstag, 12. Oktober 2010, 19 Uhr
Im Auge des Geschehens? Marcel Mettelsiefen (Fotojournalist/Bildredakteur Zenith) im GesprĂ€ch mit Felix Koltermann ĂŒber die Herausforderungen fotojournalistischer Arbeit im Nahostkonflikt

Dienstag, 19. Oktober 2010, 19 Uhr
Finissage der Ausstellung in Anwesenheit des KĂŒnstlers

Die Ausstellung ist Dienstag bis Donnerstag von 18 – 20 Uhr geöffnet, sowie nach Vereinbarung (info@fkoltermann.de).

Die Veranstaltung wird vom Kulturzentrum Kult 41 und dem Oscar-Romero-Haus e.V. in Kooperation mit dem Bonn International Center for Conversion (BICC), dem Forum ziviler Friedensdienst e.V., dem Peace and Conflict Journalism Network (PECOJON), dem Netzwerk Friedenskooperative und dem Ver.di Bezirk NRW-SĂŒd organisiert.

The Heat Is On - PECOJON auf dem Global Media Forum 2010

PECOJON-Workshops “Picturing Climate Change”  und “Conflict sensitive reporting in the Philippines”

Fotos wecken Emotionen. Und wenn in diesem Zusammenhang gilt, dass ein Bild mehr als 1000 Worte sagt, so hat PECOJON mit seinem Workshop „Picturing Climate Change“ zu konfliktsensiblen AnsĂ€tzen in der Fotografie einen guten Beitrag geleistet.  Vor allem die Panel-Mischung aus Journalisten und Marketing-Praktikern sowie dem Hochschulbereich ermöglichte Reflexionen darĂŒber, wie konfliktsensible Fotoarbeit zum Thema Klimawandel aussehen kann.

Felix Koltermann von PECOJON stellte zunĂ€chst dem Publikum eine Reihe von Fotos zum Klimawandel vor. Die ĂŒber 50 Teilnehmer konnten so ihren eigenen visuellen Ansatz wĂ€hlen, um danach noch tiefer in konfliktsensible Bereiche der Bildarbeit vorzudringen. Aktiv als Referent war hier Marco Siebertz, der Schöpfer der diesjĂ€hrigen Corporate Identity des Global Media Forum. Christoph Bangert, Managing Partner von laif Agentur fĂŒr Photos & Reportagen,  analysierte verschiedene Beziehungsebenen zwischen Klima und Konflikt. Dabei wurde klar, dass emotionale Reaktionen auf ein Bild durchaus in konkrete Aktion mĂŒnden können.The Heat Is On - PECOJON auf dem Global Media Forum 2010

Über eine „Ikonografie“ des Klimawandels sprach in diesem Zusammenhang Elke Grittmann von der UniversitĂ€t Augsburg. Fotoarbeit sei auch deshalb sehr anspruchsvoll, weil die konkrete Ursache – der Treibhauseffekt – an sich gar nicht sichtbar ist. Peter Bitzer, Marketing-Direktor der Fotoagentur „laif und Bilderberg“ stellte einen steigenden Bedarf an Fotos zum Thema Klimawandel fest. Besonders vor und nach dem Kopenhagener Gipfel sei das der Fall gewesen. Fotoagenturen mĂŒssten mehr zur Verbreitung konfliktsensibler Bilder tun. Seine Agentur wolle dem auf der nĂ€chsten Photokina-Messe in Köln Rechnung tragen.

Philippinen als Brennpunktthema

Auf besondere Weise bedroht der Klimawandel krisenanfĂ€llige Gesellschaften. Dies wurde beim zweiten PECOJON-Workshop deutlich. Am Beispiel der Philippinen beleuchteten Praktiker und Friedenswissenschaftler Fragen der konfliktsensitiven Berichterstattung. Dieser Ansatz sei besonders wichtig, weil VerĂ€nderungen in der natĂŒrlichen Umwelt vielfĂ€ltige Auswirkungen in der Gesellschaft nach sich ziehen können, sagte Antonia Koop vom Internationalen PECOJON-Sekretariat in Cebu, Philippinen. Von den Journalisten solle hier – trotz der Konkurrenz um Bilder und Berichte – auch bei Naturkatstrophen eine neue Kultur der Kooperation und des fairen Gedankenaustausches gepflegt werden.

Welche Folgen es hat, wenn Menschen im Konflikt mit der Umwelt leben, berichtete der Fotojournalist Charlie Saceda, der von den Philippinen nach Bonn gekommen war.

Angesichts schlechter Bedingungen und vieler Gefahren fĂŒr die Journalisten seines Landes sei konfliktsensibler Journalismus harte Arbeit, die man aber auch mit Hilfe von Institutionen der internationalen Medienzusammenarbeit weiter voranbringen möchte.

Felix Koltermann, der den Workshop moderierte, rĂŒckte die Risiken journalistischer Arbeit in dem sĂŒdostasiatischen Land weiter in den Fokus: Wenn konfliktsensitive Berichterstattung die Frage nach der Rolle aller Akteure beleuchten solle, so mĂŒsse man angesichts politisch motivierter Morde auch klar zwischen TĂ€tern und Opfern unterscheiden.

Michael Brzoska vom Institut fĂŒr Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der UniversitĂ€t Hamburg betonte die Rolle von Klimakonflikten als Multiplikatoren fĂŒr Folgeauseinandersetzungen mit Langzeitwirkung. Nicht nur Klimawandel, auch andere Naturereignisse wie DĂŒrren und Erdbeben sollten hinsichtlich ihrer Relevanz fĂŒr Friedensfragen journalistisch bearbeitet werden. Gerade hier mĂŒssten akzeptierbare Lösungen aufgezeigt werden. Bernhard Lichte vom ZDF hob hervor, dass sein Sender der Umweltberichterstattung hohe Relevanz zumesse. Die Philippinen wĂŒrden vom ZDF-BĂŒro in Peking aus betreut. KĂŒnftig solle eine verbesserte und konfliktsensible Berichterstattung – auch mit lokalen BezĂŒgen – stĂ€rker im Fokus stehen.

Andreas Herrmann

PECOJON ruft zur UnterstĂŒtzung der Medien in Haiti auf

Das Erdbeben in Haiti hat große VerwĂŒstungen angerichtet und die Menschen im Land sind auf internationale Hilfe angewiesen. Zu Recht liegt der Schwerpunkt auf der Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe. Aber wir wissen, dass in solchen Krisensituationen Information und deren Verbreitung ebenfalls ĂŒberlebenswichtig sind. PECOJON ruft deshalb zur UnterstĂŒtzung der Medien in Haiti auf.

Die Lage der haitischen Medien ist dramatisch. Viele Medien haben ihre Berichterstattung ganz eingestellt, manche Radiosender senden allenfalls ein paar Stunden. Das hat fatale Konsequenzen: Wichtige Informationen zur Verteilung von HilfsgĂŒtern, zur Suche nach Vermissten und zur aktuellen Lage im Land können die Menschen nicht erreichen. ”Without the radio station, the country is dead. Without the radio station, we can’t communicate. We don’t have anything”, sagte Roselaure Revil, Leiterin einer kleinen Hilfsorganisation, der Nachrichtenagentur AP.

Als geeignete Partnerorganisation zur effektiven Verwendung der Gelder schlagen wir die internationale Organisation Internews vor. Internews leistet bereits aktiv Hilfe vor Ort.

Alle BetrĂ€ge die mit dem Stichwort ‚Haiti’ auf unser Konto Nr. 8722760200 bei der Volksbank Paderborn-Höxter eG, BLZ 47260121, eingehen, werden zur UnterstĂŒtzung haitischer Medien in Zusammenarbeit mit Internews verwendet. SelbstverstĂ€ndlich schicken wir eine steuerlich absetzbare Quittung zu und halten Euch auf dem Laufenden.

Auf dieser Seite haben wir einige Links zur Lage der Medien in Haiti gesammelt.

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‘Hope for Haiti Now’ Reaches Haitians Via Local Radio

Internews, a nonprofit media development organization, worked around the clock to establish the connection between the telethon and a nationwide radio station based in Port-au-Prince, Haiti. With the help of Internews, MTV, Westwood One, the BBC and CNN, the Haitian people were able to hear the broadcast through a national radio broadcaster. Weiterlesen auf internews.org

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Haiti Radio Fills Information Void in Disaster

PORT-AU-PRINCE, Haiti (AP) — The caller from Boston was desperate. She had just received a text message Tuesday from a friend trapped in the rubble of a Port-au-Prince school and needed to get the news to rescuers, the Haitian government, the world.
She called the right place: Signal FM, the only radio station in the city that has broadcast nonstop during the earthquake. Its building, transmitting equipment and antennas escaped damage, and the station has been a key source of information since the magnitude-7 temblor wrecked Haiti a week ago. Weiterlesen auf nyt.com

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Making connections amid chaos: Learning loved ones’ fates

(CNN) — Punctuating the scenes of heroic rescue and devastating death in Haiti is another drama: moments of connection.
A man in Haiti identifies a woman he sees on the street as the missing person whose photo is posted on CNN’s iReport. A husband reels off the names of missing college students and a stranger hundreds of miles away confirms they are safe. Weiterlesen auf cnn.com

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Desperate for News, Haitian-Americans Turn to Grassroots Media
Readers and listeners turn to community newspapers and radio for a crucial link to loved ones

In an unassuming storefront locale amid hairstylists, ethnic bakeries and little churches, Radio Soleil d’Haiti is a community radio station which has broadcasted from the heart of Brooklyn’s teeming Haitian-American community for 16 years. Normally, Radio Soleil broadcasts news of interest to the Haitian-American community with a strong emphasis on music and other cultural programming, primarily in Creole French. Weiterlesen auf voanews.com

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Newspaper and radio reporters, while trying to get the word out to their countrymen, are struggling as victims.

PETIONVILLE, Haiti — As she ducked under the canopy of tarps in a tent city here and looked for wounded survivors to interview, journalist Florence Lisene got an urgent call.
It was her uncle. He wanted to speak to Lisene’s mother, who was sitting under a blue tarp around the corner in Place St. Pierre — where Lisene and her family have been camping since their home pancaked. Weiterlesen auf miamiherald.com

PECOJON fordert AufklÀrung des Massakers auf den Philippinen

Die “National Union of Journalists of the Philippines (NUJP)” hat jetzt die vorerst endgĂŒltige Zahl der Opfer bekannt gegeben, die bei dem Massaker auf der philippinischen Insel Mindanao ums Leben gekommen. Demnach starben bei dem Überfall auch 30 Journalisten. Die Journalisten waren Opfer eines bewaffneten Überfalls auf AnhĂ€nger des Provinzpolitikers Esmael Mangundadatu geworden. Unter den Opfern des sogenannten Maguindanao oder Ampatuan Massakers war auch ein PECOJON-Journalist. Zwei PECOJON-Reporter waren beim letzten Stop des Konvoi zurĂŒckgeblieben und konnten dadurch dem Attentat entkommen. Über die VorfĂ€lle berichten wir ausfĂŒhrlich auf unserer internationalen Webseite.

PECOJON Deutschland verurteilt die VorfÀlle und fordert eine baldige AufklÀrung. Wir rufen alle Journalisten-Organisationen auf, sich mit den Philippinischen Kollegen zu solidarisieren und durch ihre Berichterstattung darauf einzuwirken, dass die AufklÀrung vorangetrieben wird. PECOJON Deutschland hat dazu ein Statement (in Englisch) verfasst, das hier als PDF abgerufen werden kann.

Wie PECOJON verlangen zahlreiche weitere Journalisten-Organisationen Gerechtigkeit fĂŒr die Opfer und ihre Angehörigen, so zum Beispiel die International Federation of Jouranlists (IFJ) und das International News Safety Institute (INSI).

Auf dieser Seite haben wir einige Artikel, Kommentare und Meinungen gesammelt, die den Vorfall aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten bzw. kommentieren. FĂŒr die Richtigkeit der externen Links ĂŒbernehmen wir keine GewĂ€hr.

Bericht der internationalen und philippinischen PECOJON-Sektion
von Antonia Koop und Karlon H. Rama, mit UnterstĂŒtzung von Rommel Rebollido, Richel Umel, Peterson Bergado, PECOJON.

Cebu City, Philippines, November 24, 2009
On Monday, November 23, 2009, a group of at least 20 Filipino journalists in Maguindanao, central Mindanao, Philippines, joined a convoi led by the wife and family members of local politician Ismail Mangudadatu.  Jenalyn Tiamson-Mangudadatu was about to file her husbands candidacy for governorship in the upcoming 2010 elections.

24 hours later the Philippine National Police retrieves 35 bodies from shallow mass graves near the highway. Among the dead Mangudadatus two sisters, two lawyers and at least 12 journalists. The search for further bodies is continuing, there were no survivers found.

weiter lesen bei http://www.pecojon.org/content/view/88/1/

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Der “Guardian” berichtet von 27 Toten:
The latest assessment of the people killed in the Philippines massacre claims that 27 journalists were among the total of 57 deaths.
http://www.guardian.co.uk/media/greenslade/2009/nov/27/press-freedom-philippines

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Zur Suche nach den Schuldigen hier eine Meldung von Zeit-Online:
Beweislage gegen Politiker nach Massaker erdrĂŒckend
Nach dem Massaker auf den Philippinen ist die Beweislage gegen das Mitglied eines einflussreichen Politikerclans nach Regierungsangaben erdrĂŒckend. Ein Augenzeuge habe Andal Ampatuan Junior als einen der TodesschĂŒtzen benannt, sagte Justizministerin Agnes Devenadera. Mehr auf zeit.de lesen

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Philippine politician to run for governor despite massacre
by The Associated Press
A politician whose wife and relatives were among 57 people massacred in the southern Philippines in an apparent bid to stop him from running for governor, today filed his candidacy for the election. “Only death can stop me from running,” said Ismael Mangudadatu, escorted by soldiers, a police commander and a senior army general.
http://www.guardian.co.uk/world/2009/nov/27/philippine-massacre-mangudadatu-bid-governor

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Die Basis-Infos zu dem Vofall auf deutsch  - zusammengefasst von dem “philippinen-bĂŒro e.V”:

Bei dem Massaker am 23. November im SĂŒden der Philippinen sind mindestens 57 Menschen ermordet worden, darunter mindestens 13 Journalisten und zwei RechtsanwĂ€ltinnen. Sie wollten einen Kandidaten fĂŒr die Gouverneurswahl in der Provinz Maguindanao im kommenden Mai registrieren und wurden auf dem Weg ins WahlbĂŒro von mehr als 100 bewaffneten MĂ€nnern ĂŒberfallen und hingerichtet.

Eines der Opfern war Genalyn Tiamzon-Mangudadatu, die Frau des Gouverneurskandidaten Ismael Mangudadatu. Dieser erklĂ€rte, dass er von amtierenden Politikern des Ampatuan-Clans Morddrohungen erhalten habe. Daher schickte er seine Ehefrau in der Annahme, dass diese in Begleitung von AnwĂ€ltinnen, Journalisten und weiteren weiblichen Familienmitgliedern nicht gefĂ€hrdet sei, um die Unterlagen fĂŒr seine Kandidatur im WahlbĂŒro einzureichen.

In Maguindanao und den Nachbarprovinzen Sultan Kudarat und Cotabato City wurde inzwischen der Ausnahmezustand ausgerufen, um die Verfolgung der VerdĂ€chtigen zu ermöglichen. Jedoch pflegt der Ampatuan-Clan seit Jahren enge Seilschaften mit PrĂ€sidentin Gloria Macapagal Arroyo. Zudem stehen ein stellvertretender Polizeichef und drei andere Beamte im Verdacht, an der Hinrichtung beteiligt gewesen zu sein. Als Drahtzieher von Überlebenden und der lokalen Presse wird Maguindanaos Gouverneur, Andal Ampatuan, genannt.

Seit 2001 wurden ĂŒber 1.000 Personen Opfer von politisch motivierter Gewalt in den Philippinen. Auch gewaltsame Auseinandersetzungen im Vorfeld von Wahlen haben eine traurige Tradition. So ist schon im Vorfeld der PrĂ€sidentschaftswahlen im Mai 2010 ein erhöhtes Aufkommen an politischen Gewalttaten zu verzeichnen. Daher fordert das „philippinen-bĂŒro“ von der Regierung eine lĂŒckenlose und transparente AufklĂ€rung der VorfĂ€lle.

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Hier einige Informationen philippinischer Medien, wir danken dem Forum Ziviler Friedensdienst fĂŒr die Hilfe bei der Recherche:
‘Culture of impunity’ blamed for Maguindanao massacre
by H. Marcos C. Mordeno/MindaNews
Tuesday, 24 November 2009 22:30
http://www.mindanews.com/index.php?option=com_content&task=view&id=7262&Ite

Analysis: State of emergency
By Amando Doronila, Philippine Daily Inquirer
First Posted 22:51:00 11/24/2009
http://opinion.inquirer.net/inquireropinion/columns/view/20091124-238127/St

Opinion: Ampatuan dynasty grew under Arroyo
By Jarius Bondoc (The Philippine Star) Updated November 25, 2009
http://www.philstar.com/Article.aspx?articleId=526535&publicationSubCategor

Opinion: Where are the platforms?
Written by Manuel Buencamino / Dispatches from the Enchanted Kingdom
Tuesday, 24 November 2009 20:44
http://www.businessmirror.com.ph/home/opinion/18928-where-are-the-platforms

Und hier noch ein Beitrag aus einer Newsgroop, der uns ebenfalls ĂŒber das ForumZFD erreichte:

Subject: Political Warlordism in the Bangsamoro
To: civilizing_politics@yahoogroups.com
Date: Tuesday, November 24, 2009, 10:37 PM

Feudal warlordism is not really part of Moro culture as many people outside the Moro areas think.  We here in Maguindanao and other Moro areas would like nothing than to see an end to this phenomena.  We would like to see a return to the 1950s and 1960s and before that when our leaders would go around town without a convoy of a dozen vehicles full of heavily armed bodyguards.  But what can we do?  This is a creature that was not of our own making.  It was created from the outside.

The phenomena of political warlords was wactually introduced by the national government and the military in response to the Moro rebellion that began in the 1970s for the right to self determination.  That is when we started to notice a change in the quality and character of our political leaders here. Let me point out that all of the warlords that arose from the Moro areas were and are allies of the national government.  From the time President Marcos until now, with President Arroyo as the head of government, each ruling administration has had its own overlord to oversee the interests of the national government in the Moro areas.

You see after the rebellion broke out in the 1970s, the national government thought that there was a need for it to have its own pro-Manila Moro army to compete with the Moro rebels for socio-political influence in the Moro areas.  But for them to be able to perform this function, the national government and the military needed first to empower the annointed overlords with political positions, weapons, finance, etc.
At first, their utility was just to aid the government in counter-insurgency.  But later on, another utility evolved and that is to support the ruling national party during elections.  Come a new president, a new trusted overlord will be annointed if it is determined that the existing one is no longer viable.

The point that must be emphasized is that the phenomena of political warlords in the Moro areas that are allies of the national government is not unique to the current administration.  It has been going on for decades and violent incidents has been going on for a similar period.  And few people paid attention to it even though we here in Maguindanao have been complaining about it for decades.

Sadly, I cannot help but wonder if the reason why the incident a few days ago generates so much attention now is because many of the victims are non-Moros, including members of the media.  It is only when Manila’s interest are affected that attention is paid to this phenomena.
Neither is it completely correct to characterize the incident as just another instance of clan feud.  We have had clan feuds for a long time, as we do in other parts of the Philippines.  But the magnitude and scale of these feuds exponentially increased after the rebellion broke out.  So, the incident, even the phenomena of warlords, is really a part of a much bigger problem that Mindanao faces up until today.
We in Maguindanao and other Moro areas want this phenomena to end.  The question is, do the Manila government and public also want the same thing? Does it have the political and moral courage to do so?

PECOJON beim Global Media Forum 2009

von Andreas Herrmann

Die Medienwelt im Umbruch, technische Neuerungen und Fragen des QualitĂ€tsjournalismus standen Anfang Juni im Fokus des Deutsche Welle Global Media Forum unter dem Titel „KonfliktprĂ€vention im Multimedia - Zeitalter“. In diesem Jahr waren dazu insgesamt 1200 Vertreter aus Politik und Medien, internationalen Organisationen und Institutionen aus fast 100 LĂ€ndern nach Bonn gekommen. Mit dabei auch vier Mitglieder von PECOJON. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Möglichkeiten Medien im Informations-Zeitalter haben, um Konflikten vorzubeugen.

Das Global Media Forum 2009

Mit einem guten Beispiel fĂŒr die Umsetzung der Vorstellungen von Friedensjournalismus war dabei Felix Koltermann vertreten. Die aktuelle Ausgabe seiner Zeitschrift Kontext Nahost mit Beispielen zum Prinzip gewaltfreien Handelns fand auf dem Forum viel Zuspruch.

„Im Zeitalter der Medienmassen ist qualitativ hochwertiger Journalismus kein Auslaufmodell. Er wird vielmehr auch kĂŒnftig fĂŒr zivilgesellschaftliche und friedensstiftende Prozesse gebraucht“, sagte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann bei der Eröffnung des Kongresses. Es sei zunehmend wichtiger, dass die Medien mit gut recherchierten Geschichten nicht nur ihrer Chronistenpflicht genĂŒgen, sondern auch ein Bewusstsein fördern, wie sich Konflikte lösen lassen.

Der Begriff Friedensjournalismus fand ebenfalls Eingang in das Grußwort  von Javier Solana, dem Hohen ReprĂ€sentanten der EuropĂ€ischen Union fĂŒr die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Friedensjournalismus, so Solana, solle in die Strategien der KonfliktprĂ€vention einbezogen werden, wenn dies zu unparteiischer QualitĂ€tsinformation beitrage. Allerdings dĂŒrfe man auch nicht die alte Diskussion um eine „Neue Informations- und Kommunikationsordnung“ und das Konzept des „development journalism“ vergessen -  was in der Vergangenheit in einigen FĂ€llen Zensur und unkritische Betrachtung von Dritte-Welt-Regierungen  zugelassen habe.

Dass PECOJON inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, zeigte sich in einer vom Forum Medien und Entwicklung (FOME) veröffentlichten Liste „The A - Z of German Media Development Cooperation“. Hier sind die 30 wichtigsten Organisationen der deutschen Medienzusammenarbeit aufgefĂŒhrt. Qualification and Networking werden  dabei als Markenzeichen von PECOJON genannt.

Das nĂ€chste Deutsche Welle Global Media Forum im Juni 2010 soll unter dem Titel „Medien und die globale ErwĂ€rmung“ dann vor allem die Rolle der Journalisten bei der Berichterstattung ĂŒber Umwelt- und Klimafragen beleuchten.

Mitgliederversammlung

Wir treffen uns am Freitag & Samstag, 3. & 4. November, zur Mitgliederversammlung und zu einem Workshop in Frankfurt. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.

Es gibt viele Neuigkeiten und noch mehr zu besprechen! Alle PECOJON-Mitglieder und -Freunde sind herzlich eingeladen.