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PECOJON ruft zur Unterstützung der Medien in Haiti auf
Das Erdbeben in Haiti hat große Verwüstungen angerichtet und die Menschen im Land sind auf internationale Hilfe angewiesen. Zu Recht liegt der Schwerpunkt auf der Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Hilfe. Aber wir wissen, dass in solchen Krisensituationen Information und deren Verbreitung ebenfalls überlebenswichtig sind. PECOJON ruft deshalb zur Unterstützung der Medien in Haiti auf.
Die Lage der haitischen Medien ist dramatisch. Viele Medien haben ihre Berichterstattung ganz eingestellt, manche Radiosender senden allenfalls ein paar Stunden. Das hat fatale Konsequenzen: Wichtige Informationen zur Verteilung von Hilfsgütern, zur Suche nach Vermissten und zur aktuellen Lage im Land können die Menschen nicht erreichen. ”Without the radio station, the country is dead. Without the radio station, we can’t communicate. We don’t have anything”, sagte Roselaure Revil, Leiterin einer kleinen Hilfsorganisation, der Nachrichtenagentur AP.
Als geeignete Partnerorganisation zur effektiven Verwendung der Gelder schlagen wir die internationale Organisation Internews vor. Internews leistet bereits aktiv Hilfe vor Ort.
Alle Beträge die mit dem Stichwort ‚Haiti’ auf unser Konto Nr. 8722760200 bei der Volksbank Paderborn-Höxter eG, BLZ 47260121, eingehen, werden zur Unterstützung haitischer Medien in Zusammenarbeit mit Internews verwendet. Selbstverständlich schicken wir eine steuerlich absetzbare Quittung zu und halten Euch auf dem Laufenden.
Auf dieser Seite haben wir einige Links zur Lage der Medien in Haiti gesammelt.
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‘Hope for Haiti Now’ Reaches Haitians Via Local Radio
Internews, a nonprofit media development organization, worked around the clock to establish the connection between the telethon and a nationwide radio station based in Port-au-Prince, Haiti. With the help of Internews, MTV, Westwood One, the BBC and CNN, the Haitian people were able to hear the broadcast through a national radio broadcaster. Weiterlesen auf internews.org
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Haiti Radio Fills Information Void in Disaster
PORT-AU-PRINCE, Haiti (AP) — The caller from Boston was desperate. She had just received a text message Tuesday from a friend trapped in the rubble of a Port-au-Prince school and needed to get the news to rescuers, the Haitian government, the world.
She called the right place: Signal FM, the only radio station in the city that has broadcast nonstop during the earthquake. Its building, transmitting equipment and antennas escaped damage, and the station has been a key source of information since the magnitude-7 temblor wrecked Haiti a week ago. Weiterlesen auf nyt.com
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Making connections amid chaos: Learning loved ones’ fates
(CNN) — Punctuating the scenes of heroic rescue and devastating death in Haiti is another drama: moments of connection.
A man in Haiti identifies a woman he sees on the street as the missing person whose photo is posted on CNN’s iReport. A husband reels off the names of missing college students and a stranger hundreds of miles away confirms they are safe. Weiterlesen auf cnn.com
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Desperate for News, Haitian-Americans Turn to Grassroots Media
Readers and listeners turn to community newspapers and radio for a crucial link to loved ones
In an unassuming storefront locale amid hairstylists, ethnic bakeries and little churches, Radio Soleil d’Haiti is a community radio station which has broadcasted from the heart of Brooklyn’s teeming Haitian-American community for 16 years. Normally, Radio Soleil broadcasts news of interest to the Haitian-American community with a strong emphasis on music and other cultural programming, primarily in Creole French. Weiterlesen auf voanews.com
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Newspaper and radio reporters, while trying to get the word out to their countrymen, are struggling as victims.
PETIONVILLE, Haiti — As she ducked under the canopy of tarps in a tent city here and looked for wounded survivors to interview, journalist Florence Lisene got an urgent call.
It was her uncle. He wanted to speak to Lisene’s mother, who was sitting under a blue tarp around the corner in Place St. Pierre — where Lisene and her family have been camping since their home pancaked. Weiterlesen auf miamiherald.com
PECOJON beim Global Media Forum 2009
von Andreas Herrmann
Die Medienwelt im Umbruch, technische Neuerungen und Fragen des Qualitätsjournalismus standen Anfang Juni im Fokus des Deutsche Welle Global Media Forum unter dem Titel „Konfliktprävention im Multimedia - Zeitalter“. In diesem Jahr waren dazu insgesamt 1200 Vertreter aus Politik und Medien, internationalen Organisationen und Institutionen aus fast 100 Ländern nach Bonn gekommen. Mit dabei auch vier Mitglieder von PECOJON. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Möglichkeiten Medien im Informations-Zeitalter haben, um Konflikten vorzubeugen.
Mit einem guten Beispiel für die Umsetzung der Vorstellungen von Friedensjournalismus war dabei Felix Koltermann vertreten. Die aktuelle Ausgabe seiner Zeitschrift Kontext Nahost mit Beispielen zum Prinzip gewaltfreien Handelns fand auf dem Forum viel Zuspruch.
„Im Zeitalter der Medienmassen ist qualitativ hochwertiger Journalismus kein Auslaufmodell. Er wird vielmehr auch künftig für zivilgesellschaftliche und friedensstiftende Prozesse gebraucht“, sagte der Intendant der Deutschen Welle, Erik Bettermann bei der Eröffnung des Kongresses. Es sei zunehmend wichtiger, dass die Medien mit gut recherchierten Geschichten nicht nur ihrer Chronistenpflicht genügen, sondern auch ein Bewusstsein fördern, wie sich Konflikte lösen lassen.
Der Begriff Friedensjournalismus fand ebenfalls Eingang in das Grußwort von Javier Solana, dem Hohen Repräsentanten der Europäischen Union für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. Friedensjournalismus, so Solana, solle in die Strategien der Konfliktprävention einbezogen werden, wenn dies zu unparteiischer Qualitätsinformation beitrage. Allerdings dürfe man auch nicht die alte Diskussion um eine „Neue Informations- und Kommunikationsordnung“ und das Konzept des „development journalism“ vergessen - was in der Vergangenheit in einigen Fällen Zensur und unkritische Betrachtung von Dritte-Welt-Regierungen zugelassen habe.
Dass PECOJON inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, zeigte sich in einer vom Forum Medien und Entwicklung (FOME) veröffentlichten Liste „The A - Z of German Media Development Cooperation“. Hier sind die 30 wichtigsten Organisationen der deutschen Medienzusammenarbeit aufgeführt. Qualification and Networking werden dabei als Markenzeichen von PECOJON genannt.
Das nächste Deutsche Welle Global Media Forum im Juni 2010 soll unter dem Titel „Medien und die globale Erwärmung“ dann vor allem die Rolle der Journalisten bei der Berichterstattung über Umwelt- und Klimafragen beleuchten.
Die Rolle der Medien in Konflikten -
EU-Akteure und Medienverteter diskutierten
von PECOJON-Mitglied Andreas Herrmann
Der Begriff Friedensjournalismus und seine Akteure sind bei den Europäischen Institutionen angekommen. Deutlich wurde dies während eines Dialogforums Anfang April in der tschechischen EU - Vertretung in Brüssel zum Thema „The Role of the Media in Conflict Prevention“. Auf Einladung der schwedischen Folke Bernadotte Academy und der Madariaga College of Europe Foundation waren Vertreter der Europäischen Kommission und des Rates der Europäischen Union, der Vereinten Nationen sowie zahlreiche Medienpraktiker zum Beispiel von der BBC und der Deutschen Welle präsent. Auch Felix Koltermann und Andreas Herrmann von PECOJON Deutschland waren dabei.
Besonders wichtig dabei erwies sich die Beteiligung von rund 30 unterschiedlichen Akteuren der Medien-Zivilgesellschaft von Nonviolent Peaceforce, Oxfam bis zu christlichen Organisationen wie den Quäkern oder der europäischen Dachorganisation verschiedener Friedensorganisationen EPLO (European Peacebuilding Liaison Office).
Helga Schmid, Direktorin für politische Angelegenheiten beim Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union, sagte in ihrem Eröffnungsreferat, dass die konfliktsensitive Berichterstattung Teil von Langzeitprävention werden müsse. Wichtig dabei seien spezielle Optionen für lokale Medien. „EU-Friedensmissionen, die hinsichtlich ihrer Medienarbeit nicht gut vorbereitet sind, werden nicht erfolgreich sein“, meinte Cristina Gallach, Sprecherin des EU-Beauftragten für die Gemeinsame Außen-und Sicherheitspolitik (GASP) Javier Solana. Dass die verschiedenen EU-Programme nicht ausreichend für die Entwicklung lokaler Medien, darunter besonders des Radios sind, erwähnte Andrea Ricci von der Generaldirektion Außenbeziehungen der EU-Kommission.
Für die Umsetzung von Friedensjournalismus als beste Möglichkeit lokalen Informationsansprüchen im Fall von Krisen gerecht zu werden sprach sich Annika Flensburg von der schwedischen Kvinna till Kvinna Foundation aus, die Frauenprojekte auf dem Balkan, im südlichen Kaukasus und im Mittleren Osten unterstützt. Auch das Thema Medienentwicklung in den „post-conflict Regionen“ des westlichen Balkan war Thema des Brüsseler Dialogforums. Der ehemalige österreichische Verteidigungsminister und EU-Parlamentarier Friedhelm Frischenschlager, der heute Mitglied des Rundfunkrates im Kosovo ist, stellte in einer umfassenden Analyse die Chancen und Risiken der Einführung demokratischer Medienstrukturen in einer noch instabilen Region vor. Zustimmung fand dies vor allem bei dem tschechischen EU-Parlamentarier Libor Roucek, der darauf hinwies, dass bisher in einigen Konfliktgebieten die Medien eher zur Eskalation beigetragen hätten.
Die Rolle neuer Medien für den Bereich Konfliktprävention unterstrich Alain Modoux von der Genfer ICT4Peace Stiftung. Er hob hervor, dass durch die neuen technischen Möglichkeiten die Rolle des traditionellen Journalisten in Richtung eines Bürgerjournalisten mit direkten Informationsmöglichkeiten über und für die Grasswurzel-Ebene einen Wandel erfahren habe. Wichtige Impulse für die Zukunft leistete dabei nach Ansicht des Experten dabei auch der vergangene Weltgipfel der Informationsgesellschaft (WSIS) in Genf und Tunis. Sheldon Himmelfarb vom Center for Innovation for Media, Conflict and Peacebuilding des US Institutes for Peace sagte, dass vor allem den Nichtregierungsorganisationen in Zukunft eine neue und verantwortungsvolle Rolle bei der Lieferung von Informationen aus Krisengebieten zukomme. Friedensjournalismus sei hier ein wichtiger und innovativer Ansatz.
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